Bitcoin kaufen

Bitcoin kann man auf viele verschiedene Arten kaufen und verkaufen. Jede davon hat Vor- und Nachteile. Hier findest du eine Übersicht etablierter Wege und Werkzeuge, um Bitcoin zu kaufen, sicher zu verwahren und steuerlich sauber zu dokumentieren. Das Ziel: Bitcoin sicher erwerben und langfristig behalten.

Wichtig vorab: Der erste Schritt ist oft der gefährlichste. Bevor der erste Euro getauscht wird, muss eine Sache klar sein: Das Internet ist voll von Betrügern. Gefälschte Webseiten, Phishing-Mails und Versprechen, Bitcoin zu „verdoppeln“. Alles, was zu gut klingt, um wahr zu sein, sollte ignoriert werden.

Wo kauft man Bitcoin?

Marktplätze im Vergleich

Rechtssicherheit in Deutschland

z.B. Bitcoin.de

Für Nutzer, die Wert auf deutsche Regulierung legen und die hauptsächlich kaufen und halten.

  • Merkmal: Server und Sitz in Deutschland, unterliegt strengen hiesigen Gesetzen.

  • Trade-off: Die Benutzeroberfläche ist weniger modern und die Gebühren sind höher als bei internationalen Riesen.

  • Fazit: Ein solider Weg für den konservativen Start. 

Internationale Liquidität

z.B. Binance

Für Nutzer, die auf niedrige Gebühren und viele Funktionen achten.

  • Merkmal: Enorme Handelsvolumina und oft sehr günstige Kaufkonditionen.

  • Trade-off: Internationale Regulierung, die Oberfläche kann für Anfänger überladen wirken.

  • Fazit: Beliebt für regelmäßige Käufe und Kosteneffizienz.

ETN/ETP/ETF

z.B. VanEck Bitcoin ETN (finanzen.net)

Für Nutzer, die technische Verantwortung (noch) scheuen.

  • Merkmal: Kauf bequem über das normale Wertpapierdepot.

  • Trade-off: „Not your keys, not your coins.“ Man besitzt keine echten Bitcoin, sondern nur einen Anspruch darauf. Zahlungen oder eigenständige Verwahrung sind nicht möglich. 

  • Fazit: Ein Weg für das Portfolio, aber technisch gesehen kein echter Bitcoin-Besitz.

Von Privatpersonen

z.B. auf Bitcoin Meetups wie von 21

Für Nutzer, die anonym kaufen wollen gibt es die Möglichkeit, dies im Internet zu tun oder noch besser, lokal auf Bitcoin Meetups in Deutschland und Umgebung.

  • Merkmal: Kauf legal direkt von Privatpersonen

  • Trade-off: Aufwändig und risikoreich, wenn man keine Ahnung hat, oft auch etwas teurer.

  • Fazit: Anonymer geht’s nicht

Keine unnötige Komplexität

Youtuber erzählen dir, dass du unbedingt eine Hardware-Wallet brauchst um deine Bitcoins sicher zu verwahren, weil Börsen gehacked werden und alle Coins dann verloren gehen. Fakt ist: Bei Selbstverwahrung/Hardware-Wallets kann man ebenfalls viele Fehler machen. Für den Anfang können Coins auch auf einer seriösen Börse liegen bleiben, auf der du sie gekauft hast. Wer für 100 € Bitcoin kauft, benötigt nicht zwingend sofort eine Hardware-Wallet für 150 €, zum ausprobieren lohnt sich das natürlich trotzdem.

Die Faustregel: Sobald der Wert der Bitcoin eine Summe erreicht, bei der ein Verlust schmerzen würde (z.B. ab 1.000 € oder 2.000 €), sollte man sich dringend mit der eigenen Verwahrung (Self-Custody) beschäftigen. Bis dahin gilt: Ein starkes Passwort und eine robuste Absicherung des Accounts (siehe unten) sind der erste Schutzwall.

Sinnvolle Werkzeuge

Nachdem du deine ersten Bitcoins erstanden hast, kannst du dir mit den richtigen Tools das Leben erleichtern. Auch hier gilt es, sich aus dem Dschungel von Anbietern den passenden herauszupicken. Ich habe da mittlerweile eine sehr klare Meinung, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, was funktioniert und was nicht. Lass dir keinen unnötigen Hype andrehen und lass dich nicht täuschen: Bewährtes, das einfach funktioniert, ist der ‚Way to go‘.

1. Account-Absicherung: YubiKey

Herkömmliche 2-Faktor-Authentifizierung per SMS gilt als unsicher (Gefahr von Sim-Swapping). Die Empfehlung: Physische Sicherheitsschlüssel wie YubiKeys. Diese USB-Sticks stellen sicher, dass sich nur einloggen kann, wer den Stick auch wirklich in der Hand hält. Der Stick wird unterstützt von bewährten Börsen wie Binance, Bitcoin.de, Kraken und vielen weiteren. Dein E-Maill Account bei Gmx,Web,Google lässt sich damit ebenso absichern. Ein Industriestandard für Sicherheit. 

2. Eigene Verwahrung: Hardware Wallets

Wenn Bestände wachsen, ist die „eigene Bank“ aka Hardware-Wallet der sicherste Ort. Man sollte hier kein Risiko eingehen. Aber welche Hardware Wallet sollte man nehmen? Ich habe da eine ganz klare Meinung. Trezor ist der älteste und professionellste Anbieter. Neue Anbieter, die zwischenzeitlich dazukamen und erst hochgelobt wurden haben im Nachhinein massive Sicherheitsprobleme gehabt. Ich empfehle daher auf Trezor zu setzen. 

3. Steuern & Dokumentation: Cointracking

In Deutschland ist der Verkauf von Bitcoin nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei (Stand aktuelle Gesetzeslage, keine Steuerberatung). Dies muss jedoch dem Finanzamt gegenüber belegt werden. Tools wie Cointracking importieren Daten automatisch von Börsen wie Bitcoin.de und Binance und erstellen fertige Steuerreports. Eine saubere Dokumentation von Tag 1 an spart später viel Ärger. Das Programm ist für kleine Mengen von Käufen und Verkäufen kostenfrei. 

Disclaimer

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Hinweis: Dies ist keine Anlageberatung. Der Handel mit Bitcoin birgt Risiken.